Zwei oder drei Tage

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Zwei oder drei Tage

Beitragvon Schmuddelkind » 14 Mär 2019, 00:57

Zwei, drei Tage brauch ich noch
dann bin ich über dich hinweg.
Denn dann kommt, so sagt man doch
die Nächste um die Eck.

Ein, zwei Tage geb ich mir
und keine Stunde mehr.
Dann zählt das Leben jetzt und hier
und keine alte Mär.

Morgen dann ist es soweit
dann ist Schluss mit Gram.
Vergessen dann die Zeit zu zweit
und was danach noch kam.

Heute hab ich dich gesehn
und du sahst mich auch.
Dabei konnte ich verstehn
Dass ich einen Tag noch brauch...


14.12.2010
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Re: Zwei oder drei Tage

Beitragvon Catweazle » 14 Mär 2019, 08:14

Hallo Schmuddelkind,

dein Text beschreibt sehr schön und treffend, wie man Abschied nimmt, sich nicht so richtig eingestehen kann und will, dass es doch etwas schwerer ist als man meint. Man glaubt, man habe es geschafft und muss dann feststellen, dass es doch nicht so ist. Das Gedicht kommt dabei sprachlich recht locker daher und verdeutlicht mit dieser lockeren Sprache auch, dass das LI glaubt, schon so weit zu sein, es am Ende aber doch nicht ist.
Mir gefällt dein Text gut. :-)

Grüße von Catweazle
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Re: Zwei oder drei Tage

Beitragvon Laie » 14 Mär 2019, 10:27

Hi Schmuddel,

ich schließe mich Catweazle an. Der Text hat schon einen humoristischen Grundton, auch wenn das LI eigentlich nicht so happy ist :lol:
Das Darüberhinwegsein ist lange nur ein fragiles Ding. Ein falscher Moment und *klirr*

Ist der wechselnde Rhythmus bzw das wechselnde Versmaß bzw sind die wechselnden Auftakte - man kann es ja nennen wie man will :buff: - Absicht? Beim ersten Lesen kam ich ab und zu etwas raus. Aber eigentlich unterstützt das den Inhalt. Denn das LI kommt durch die Begegnung ja auch in gewisser Weise raus.

Gern gelesen auf jeden Fall.

Viele Grüße
Laie
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Re: Zwei oder drei Tage

Beitragvon Schmuddelkind » 14 Mär 2019, 10:38

Vielen Dank, ihr Lieben! :)

Freut mich, dass der lockere, humoristische Grundton rübergekommen ist. Ist ja auch ein bisschen selbstironisch. :)

Ist der wechselnde Rhythmus bzw das wechselnde Versmaß bzw sind die wechselnden Auftakte - man kann es ja nennen wie man will - Absicht? Beim ersten Lesen kam ich ab und zu etwas raus.


Das weiß ich leider nicht. Ist schon so lange her, dass ich das Gedicht geschrieben habe. Versuche gerade nach und nach ältere Texte hier herüber zu verschleppen und da sind dann auch einige dabei, an die ich mich kaum erinnern kann. Aber hast recht - was die Auftakte angeht, ist es hier schon ein ziemlicher Metrik-Salat. :?
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